Geschichten erzählen – ADC Young Masters

Gepostet am 07.05.2012 in Seminar

Geschichten erzählen – ADC Young Masters

Rückblick auf die Seminarveranstaltung „Transmedia Storytelling und ARGs“ beim diesjährigen ADC Young Masters Seminar. Bereits Ende März veranstaltete der Art Directors Club in Berlin ein zweitägiges Young Masters Seminar. Dieses fand in den Räumlichkeiten von Scholz & Friends in Berlin am Hackeschen Markt statt und stand ganz unter dem Motto „Social Media“. Neben Vorträgen von Martin Szugat (Geschäftsführer SnipClip GmbH), Björn Ognibeni (Freier Berater für Digitales Marketing) und Dr. Martin Oetting (Partner, Chief Research Officer trnd AG) war auch ich als Referent eingeladen, um das Thema Transmedia Storytelling und Alternate Reality Games zu beleuchten. Den Anfang machte dabei ein kurzer Ausflug in die Geschichte des Geschichten-Erzählens, denn wie die US-amerikanische Schriftstellerin Muriel Rukeyser schon sagte, besteht das Universum aus Geschichten und nicht bloß aus Atomen.   The universe is made of stories, not of atoms. – Muriel Rukeyser Kleine Geschichte des Geschichten Erzählens Schon vor Jahrtausenden entwickelten wir Menschen Möglichkeiten um anderen unsere Geschichten zu erzählen. Während die einen sich vielleicht lieber am Lagerfeuer über die Ergebnisse der zurückliegenden Jagd austauschen wollten, hielten andere diese Ergebnisse in Form von Höhlenmalereien fest und überlieferten dadurch ihre Geschichte bis in unsere heutige Zeit. Seit jenen vergangenen Zeiten gab es viele Experimente mit der Form des Erzählens und eine noch größere Vielzahl an Weiterentwicklungen. Einiges ist dabei einfach aufgrund von Zufällen entstanden, wie beispielsweise die Kunst des einfachen Schattentheaters, bei der ein Erzähler mit seinen Händen mit Hilfe einer Kerze die Geschichte verschiedener Schattenfiguren an die Wand wirft. In der sehr traditionsreichen, chinesischen Kunstform des Schattentheaters entwickelte sich diese Erzählform weiter und verankerte sich fest im dortigen Kulturgut, die noch bis in der heutigen Zeit angewandt wird. Mit der Erfindung des Buchdruckes standen wieder neue Möglichkeiten des Geschichten Erzählens bereit. Ebenso wie das Radio und das TV neue Formen hervorbrachte. Und die Experimentierfreude moderner Geschichtenerzähler ist noch lange nicht beendet. Single – Cross – Trans Während es in den bisherigen Formen immer darum ging, die Geschichte mittels eines einzigen Mediums zu erzählen, wurde in den letzten Jahren bereits häufiger damit experimentiert, Geschichten auch über mehrere Medien zu verteilen. Diesen Experimenten entsprang unter anderem die Form des Cross-Media-Storytellings, bei der eine Geschichte zunächst in einem Medium erzählt wird, die dann einfach in einem anderen Medium – natürlich an dieses angepasst – noch einmal erzählt wird. Die Geschichte macht somit einen Sprung von seinem Hauptmedium in andere Medien.   Transmedia storytelling represents a process where integral elements of a fiction get dispersed systematically across multiple delivery channels for the purpose of creating a unified and coordinated entertainment experience. Ideally, each medium makes it own unique contribution to the unfolding of the story. – Henry Jenkins Beim sogenannten Transmedia Storytelling verhält es sich anders. Die USC-Professorin Marsha Kinder legte den Grundstein für diesen Begriff, als sie ihn 1991 in ihrem Buch Playing With Power in Movies, Television, and Video Games zum ersten Mal verwendete. Richtige Aufmerksamkeit wurde dem Begriff jedoch erst...

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Transmedia Storytelling in der aktuellen WEAVE

Gepostet am 22.03.2012 in Presse

Transmedia Storytelling in der aktuellen WEAVE

In der aktuellen Ausgabe der WEAVE widmet sich der Journalist Richard Schwarz dem Thema Cross- & Transmedia Storytelling. Das freut uns natürlich sehr, nicht zuletzt weil auch wir von ihm für diesen Beitrag interviewt wurden. Ausserdem kommen auch noch Michel Reilhac (Directeur Du Cinéma, ARTE France) , Christine Goutrié (Hochschule Magdeburg-Stendal), Juliane Schulze und andere zu Wort. Richard Schwarz gibt dabei in seinem Artikel Einblicke in eine handvoll unterschiedlichster Projekte. Dazu gehören Drowning NYC (Paolo Cirio) Cagot (Hoffmann und Campe) Farewell Comrades! (ARTE) American ROM (Kandia Dulce) Secret Behind Paintings (Nationalmuseum Krakau) Darüber hinaus nimmt er Bezug auf das Transmedia Manifest und geht auch auf erste Ausbildungsgänge ein, die auch bei uns in Europa bereits in Arbeit sind nachdem die PGA vor rund drei Jahren offiziell den Begriff des Transmedia Producers einführte. Wer also ein bisschen tiefer in die Thematik einsteigen will, sollte auf jeden Fall auch diese Seiten in der WEAVE gelesen haben. Das WEAVE Magazin erscheint übrigens alle zwei Monate und enthält neben dem aktuellen Thema Transmedia Storytelling natürlich eine Vielzahl weiterer Berichte über interactive Design, Konzeption und...

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