Ulrike Draesner #7terSprung

Gepostet am 10.03.2014 in Featured, Projekte

Ulrike Draesner #7terSprung

Eine der profiliertesten zeitgenössischen Schriftstellerinnen, Ulrike Draesner, sprach uns bereits vor einiger Zeit darauf an, dass sie für ihr nächstes Buch eine Website plane und jemanden suche, der das für sie umsetzen könnte. Wir kennen Ulrike Draesner über Das wilde Dutzend, für deren letzte Anthologie „Wer kann für böse Träume. The Secret Grimm Files“ Ulrike Draesner das Rotkäppchen neu interpretierte. Insofern war die Entscheidung schnell getroffen und die Domains reserviert: www.der-siebte-sprung.de sollte die Seite zum Buch „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ heißen, das heute am 10.März 2014 beim Luchterhand Verlag erscheint. Ein #7terSprung Das Buch „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ verarbeitet eine Vater-Tochter-Beziehung vor dem Hintergrund der transgenerationellen Weitergabe von Kriegserlebnissen und Traumata – v.a. der Flucht bzw. Vertreibung, in diesem Fall aus Breslau / Wroclaw. Der Vater, Eustachius Grolmann, widmet sein Leben dem Studium von Menschenaffen, die – wie man zu seiner Zeit noch glaubte- nicht zur selben Grausamkeit wie Menschen fähig seien. Auch die Tochter Simone Grolmann ist Verhaltensforscherin und untersucht Bonobos, allerdings bereits die nächste Generation. In dieses Gefüge kommt nun ein aus Polen stammender Psychologe, dessen Familie 1945 von Ostpolen nach Schlesien vertrieben wurde. Ulrike Draesner nennt diesen Ansatz selbst ein multi-logisches Schreiben: „Multi-logisch in der doppelten Bedeutung des Wortes: verschiedenen Lebenswahrheiten folgend, von verschiedenen Seiten her gesprochen.“ Die Umsetzung Auch für die Webseite, auf der die Autorin über ihr Erzählen erzählt, ihr Familienarchiv öffnet und Hintergrundmaterial ihrer Recherche zugänglich macht, gilt dieser Ansatz. Die Kategorien dienen als Kapitel des Kernstücks der Seite, einem Essay zum Roman, der in den letzten 7 Tagen Stück für Stück veröffentlicht wurde. 1. Rendez-Vous 1 und 2      Erste Quellen 2. Recherche und Erfindung 1, 2 3. Polnische Quellen 1,  2, 3 4. Lexikon der reisenden Wörter 5. und 6. Menschenaffen und Yerkish 7. Selbst-Erzählen   Gleichzeitig symbolisieren die Kategorien/Kapitel je einen Sprung – den siebten Sprung müssen die LeserInnen selbst machen, bzw. sie können ihn machen: das (noch) leere Kapitel „Selbst-Erzählen“ wartet auf Lesergeschichten. Plattformen, die für „Der siebte Sprung“ eingebunden wurden: google maps soundcloud pinterest Videos/Filme (Robert-Bosch-Stiftung, ndr)    ...

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Storytelling auf dem stARTcamp Köln

Gepostet am 08.10.2013 in Featured, Konferenz

Storytelling auf dem stARTcamp Köln

Das stARTcamp Köln fand am Freitag 13. September 2013 bereits zum 3. Mal statt. Die Herbergsmütter hatten dazu in die Karl Rahner Akademie eingeladen, einer wirklich tollen Location für ein inspirierendes Barcamp rund um Kunst, Kultur, Social Media und einer Vielzahl von Geschichten die an diesem Tag ausgetauscht wurden. Letzteres war wohl auch der Grund dafür, das Frank mich während der Session-Planung bat, eine Session über Transmedia Storytelling zu halten 🙂 Gesagt, getan: Nach einem ganz kurzen Ausflug in die Geschichte des Geschichtenerzählens, gab es zunächst einmal eine interatkive Aufgabe für die Teilnehmer der Session. Auf den Kronkorken einiger Getränke, die es während der Veranstaltung gab, befanden sich Symbole, und diese Symbole mussten nun in eine eigene Geschichte eingearbeitet werden. Zwei Freiwillige stellten ihre Geschichten schließlich auch den anderen vor und man merkte hier bereits die Vielfältigkeit, wie man mit dem Geschichtenerzählen (mittels einfacher Symbole und Assoziationen) umgehen kann. Schließlich ging ich noch auf den Heroe’s Journey ein, den Nancy Duarte hier sehr klar und übersichtlich am Beispiel von Star Wars illustriert hat: Hero’s Journey (Am Beispiel von Star Wars | Illustration: Nancy Duarte, Resonate) Nancy Duarte geht in ihrem Buch Resonate in diesem Zusammenhang auch auf den Audience’s Journey ein, der dem Ablauf des Hero’s Journey nachempfunden ist. (Nancy hat auf ihrer Webseite eine Auswahl an Illustrationen aus dem Buch veröffentlicht, die man für Blogbeiträge oder Präsentationen zitieren darf: Seite zu Resonate mit „Assets“ für Präsentationen und Blogs). Im weiteren Verlauf ging ich dann auf mögliche Story-Typen ein, zu denen die Content Marketing Association vor kurzem erst eine spannende Grafik mit dem Titel 7 Steps to the Perfect Story veröffentlicht hat. Um jedoch nicht nur in der Theorie zu verharren, folgten abschließend noch Beispiele wie Game of  Thrones oder About Kate. Wer sich noch einmal einen Überblick der verwendeten Folien verschaffen möchte, der kann das nun hier machen: stARTcamp köln ’13 – Transmedia Storytelling from Patrick...

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